Die richtige Beleuchtung verschönert auch den hübschesten Zug enorm !

Der Lufthansa-Airport Express (Märklin 2668) ist zweifellos ein bildschöner Zug.

Ohne Beleuchtung wirkt er jedoch sehr plastikhaft. Da die Lok nicht sehr gut lief, musste der Zug ins BW.

Und der Werkstattleiter soll uns nun mal genau schildern, was an dem Zug gemacht wurde.

Ausführlich und für den Laien verständlich, bitte sehr !

Der Decoder hatte ein Problem und wurde bei der Gelegenheit durch einen Kühn T 145 ersetzt. Dabei sollte zum Beispiel auch eine Adresse über 80 nutzbar werden und ggf. der Decoder im DCC-Protokoll ansprechbar und programmierbar werden, damit die Lok auch in 128 Fahrstufen angesprochen werden kann.

Zusätzlich haben wir den Klagen des Lokpersonals Rechnung getragen und eine Motorraum- beleuchtung spendiert.....

Bevor man nun mit dem Einbau komfortabler LED-Beleuchtung beginnen kann, muss der Waggon in Ruhe untersucht werden.

Wo kann der Funktionsdecoder untergebracht werden und wo ist Platz für das kleine Relais, das Ein- und Ausschalten des Lichtes im Zugverband übernimmt.

Nicht gerade attraktiv sieht die Rückfront des Schlusswagens aus. Er bekommt mindestens mal Rücklichter.

Hier fällt die Wahl auf Osram-LEDs aus einer Industrieproduktion.

Die roten LEDs sind in glasähnlichen Gehäusen untergebracht, was die Illusion einer roten Leuchte hinter einer Glasscheibe perfekt macht.

Dazu trägt auch bei, dass die Austrittsfläche schön flach geschliffen ist. Die LEDs kommen auf einer kleinen Platine, auf der bereits ein passender SMD-Widerstand sitzt.

Bevor es nun an den Einbau geht, wird erst mal die Spannungs- versorgung des Zuges hergestellt. Dazu wird das Drehgestellt unter den Schlussleuchten hergenommen.

Wegen der benötigten sicheren Stromabnahme für den Funktions- decoder, wird hier ein Masse- schleifer von Märklin verwendet. Damit das Montageloch für den Pukoschleifer frei bleibt, wird der Anschlussdraht durch den Drehzapfen des Drehgestelles gelegt.

Dadurch ist es gut möglich, auch den Pukoschleifer auf dieser Seite des Waggons zu verwenden.

Die gesamte Spannungsversorgung des Zuges kommt also von hier.

Um auch die folgenden Waggons mit der Versorgungsspannung für die LED-Leisten (WIB-2 von TAMS) zu versorgen, werden die Kurzkupplungen entnommen und der “Y-Schleifer” zur Strom- übergabe für den späteren Einsatz von RTS-Kupplungen eingelegt.

Hat man zu lange Masseschleifer von Märklin verwendet, so könnte es zu Kurzschlüssen in Kurven kommen, diese werden also entsprechend gekürzt.

Als Funktionsdecoder kommt der FD-4 von TAMS zum Einsatz.

Die angelegte Schieblehre zeigt die Breite des Decoders. Er muss also genau positiniert werden, damit das Waggongehäuse später noch aufge- setzt werden kann.

Nur im Bereich dieses Raumes am Waggonende finden Kabel und Decoder Platz. Dazu werden im flacheren Bereich des Raumes die Seiten wände entfernt.

Ein loser Testaufbau zeigt die richtige Polarität der Verdrahtung und man kann den Vorwiderstand der LEDs in Ruhe dimensionieren, sodass die Rückleuchten des Zuges nicht zu stark strahlen.

Der Vorwiderstand für die LEDs (hier 560 Ohm 1/8 W) bleibt völlig kalt und wird später im Dach des Waggons mit Heisskleber fixiert. Rechts sieht man das 12 V- Relais, das die LED-Zeilen des ganzen Zuges schalten wird. Durch das Relais ist es päter möglich, weitere beleuchtete Waggons in den Zug einzustellen, ohne die maximale Strombelastung des Decoders beachten zu müssen.

Hier sieht man rechts bereits die LED-Zeile im Wagendach und das Relais im ersten Abteil liegend auf der Sitzbank mit Heisskleber eingeklebt.

Man sieht: Viel Platz hat man wenig und nachher wird das alles fast garnicht zu sehen sein !

Und so sieht das Ergebnis der Aktion dann aus. Leider kann meine recht preiswerte Digitalkamera nicht so recht fokussieren, wenn die LEDs strahlen. Sie wirken übrigens im Bild heller als in Wirklichkeit !
Der Eigentümer des Zuges strahlt jetzt auch !

Die weiteren Waggons sind nun schnell beleuchtet.

Hier wird mit den Masseblechen von RTS gearbeitet, weil sie weniger Rollwiderstand erzeugen.

Unten im Bild sieht man das Blech in der Lieferungslänge. Es wird unter die Achsen geschoben, hier angezeichnet und anschliessend entsprechend dem Achsstand umge- bogen. Zum Test wird es hier auf beide Achsen gelegt. Wenn es so schön passt, wie hier, wird ein Kabel drangelötet und das Blech kann (umgedreht) von oben auf die Achsen gelegt werden. Nun bekommt die LED-Zeile noch eine Anschluss an die RTS-Kupplungen und die Zeile wird im Dach des Waggons eingeklebt. Die RTS-Kupplung zum nächsten Waggon wird einfach über die durchgehende dicke Leiterbahn der LED-Zeile angeschlossen. Fertig !

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Da werden nun noch einige Preiser- lein Platz nehmen, um den Gesamteindruck zu verbessern.

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